banner

Texte

Über meine Werke

Text zur Arbeiten 2017/2018

Wurde ihr Bildaufbau früher vorrangig durch horizontalen Farbauftrag und die ureigene, charakteristische Linienführung bestimmt, verändern sich ihre neuen Gemälde konstant und konsequent. In ihrer künstlerischen Arbeit bleibt sie sich weiterhin treu und entwickelt sich doch gleichsam weiter, als suche sie nach neuen Ufern - die Entdeckung der senkrechten Linie.In der Fortführung ihrer imaginären Landschaften, die noch durch Horizontlinien geprägt wurden, findet Sabine Krüger im dauerhaften Dialog mit ihren Werken erstaunlicherweise zu einer neuen, eigenen Position. Der Fantasie des Betrachters wird nun farbharmonisch vor Augen geführt, was diese Gestaltungsfülle vermag. Es ist der Klang der Farben, die Mischung aus Pigmenten und Medium, die Schicht um Schicht verdichtet wird und vibrierende, neue Werke entstehen lässt.Vorrangig ist und bleibt ihr subtiles, dichtes Farbspiel, welches sich nach anfänglicher Untermalung stetig weiter steigert durch immer neue Farbaufträge. Hinzu kommt nun der Strich. Senkrecht, nicht waagerecht – wird mit scharfkantigen Gegenständen ins feuchte Medium geritzt, geschabt, gekratzt, bis der Untergrund aufgebrochen wird, mit der Schicht darüber zu verschmelzen scheint, und sich völlig neue Strukturen entwickeln. Sie erweitert somit ihre Bilder in die Tiefe und es erscheint eine fast stoffliche, dreidimensionale, sinnliche Gesamtheit.

Ingrid Thoma – März 2017

Text zur Arbeiten 2015/2016

Die Künstlerin Sabine Krüger präsentiert ihre Bilder unter dem Titel „Between the Lines“. Zwischen den Linien bewegt sich die Künstlerin seit vielen Jahren malerisch und erschafft leichte und gleichermaßen intensive Kunstwerke von hoher künstlerischer Qualität. Oft inspiriert von Landschaftsfotos die sie selbst aufnimmt entwickelt sie den Beginn des Bildes. Im Gegensatz zur Landschaft, wo nur eine Horizontlinie existiert, erschafft sie immer weitere Linien und erweitert damit die Horizonte und damit erschafft sie weitere räumliche Dimensionen. Dadurch gewinnen die Bilder an Tiefe, es entwickeln sich sinnliche Strukturen und Bildkompositionen, in den neuesten Werken wirken diese wie textile Strukturen. Die Landschaft selbst löst sich im Malprozess auf, das Bild wird frei, der Malprozess selbst verselbständigt sich. Rot-gelb, blau-grün, gelb-grün und zuletzt, weißliche Farben die auch malerisch zur Auflösung streben. Sabine Krüger nennt es den Weg der Farbe nach weiß. Die Künstlerin malt indes nicht nur, sie „kritzelt“ auch in die Bilder, viele feine zarte Linien durchziehen die Arbeiten, verbinden sich mit der Malerei und erzielen eine meditative Wirkung. Obwohl sie gegenstandslos malt kann der Betrachter eine andere Art der Landschaft erspüren, eine malerische und mehrdimensionale Landschaft in die er oder sie sich einfühlen können und so die meditative Wirkung der Gemälde in sich spüren kann. Ebenso treffen starke Farben auf sanfte Farbverläufe, die die Bilder quasi zum „Schwingen“ bringen und wieder andere Wirkungen beim Betrachter hervorrufen. Sie nimmt den Betrachter mit auf eine Reise durch eine andere Welt, die Welt der Künstlerin in die sie uns alle einlädt einzutauchen.

Text C: Parzival Artclub Köln 2016

 

Text zur Arbeiten 2013/2014

Ihre Bilder fangen Licht, Luft und Atmosphäre ein, beeindrucken durch ihr subtiles Farbspiel. Farbpigmente bringt sie mit Vorliebe auf Aluminium, Blech oder Leinwand auf. Es geht ihr hierbei nicht um Landschaftseindrücke, die einen bestimmten Erkennungswert haben, sondern um die subjektive Wahrnehmung jedes Betrachters. Duftige Farblasuren legt sie schwungvoll Schicht auf Schicht übereinander, sie atmen Luft und Licht, lassen Leichtigkeit und Konzentrationen zu, die sich im Auge des Betrachters zu imaginären Landschaften formen. Flirrendes südliches Licht, in warmen, erdigen und feurigen Farbtönen, neblige graue Landstriche in nördlichen Gefilden: hier entsteht eine drohende Wolkengruppe, dort verdichtet sich das Farbspiel zu einer Menschenansammlung oder zu Vegetation. Ihr ureigener Malstil besitzt eine ruhige, harmonische Präsenz. Wie „eine gedehnte Zeit“ berührt es den Betrachter. Ihr Bildaufbau wird vorrangig durch einen horizontalen und vertikalen Arbeitsrhythmus bestimmt. Der feste Strich, die harte Kontur scheinen in ihrer Bilderwelt ganz und gar überflüssig, geprägt werden ihre Gemälde stets durch subtiles und dichtes Farbspiel, das alle Imaginationen des Betrachters zulässt und sich zu beeindruckender Farbkonzentration steigern kann.

Ingrid Thoma 2013